Ehe sich ein Unternehmen in die Sozialen Netze begibt, sollte es eine Social Media Strategie entwickeln. Bis heute haben weniger als die Hälfte der deutschen Unternehmen eine solche Strategie festgelegt (News Aktuell, 2. Juni 2010). Viele Unternehmen experimentieren mit unterschiedlichen Social Media Plattformen, ohne sich darüber Gedanken gemacht zu machen, was sie tatsächlich erreichen wollen. Das Ergebnis ist vorhersehbar: Man ist unzufrieden, man hat nicht die Informationen, man vernachlässigt die Netze, man zieht sich zurück, man hinterlässt keinen guten Eindruck.
Was sollte eine Social Media Strategie umfassen? Vor allem Antworten auf die folgenden Fragen:
- Warum soll ich in die Sozialen Netze gehen?
- Was will ich damit erreichen?
- Was will ich dort kommunizieren?
- Wer liefert die Informationen, die ich kommuniziere?
- Kann ich einen regelmäßigen Informationsstrom erzeugen?
- Kann ich schnell und strukturiert auf Fragen, Bemerkungen, Angriffe, Krisen reagieren und antworten?
- Wie muss ich intern die Strukturen setzen, damit das funktioniert?
- Welche Personen sollen damit intern beauftragt werden?
- Wer ist das Sprachrohr nach extern?
- Gibt es eine interne Social Media Guideline?
- Existiert eine interne Kultur der freien Meinungsäußerung?
- Sind die Mitarbeiter geschult, mit Leidenschaft und hoher Eigenständigkeit Lösungen auf Kundenfragen zu entwickeln und diese zu kommunizieren?
- Sind für die schnelle Lösungsentwicklung interne Strukturen aufgebaut?
- In welchen Sozialen Netzen sind meine Zielgruppen unterwegs?
- Wie muss ich in welchen Netzen kommunizieren?
- Welche Kriterien und Kennzahlen lege ich für die Erfolgsmessung fest? Wie oft messe ich? Wie sollte das Reporting sein?
Nur wer diese Fragen zufriedenstellend beantworten kann, sollte sich in die Sozialen Netze begeben.
Übrigens: Nach unserer Social Media-Umfrage in der Logistikbranche führen wir demnächst eine ähnliche Studie mit dem CheManager in der Chemiebranche durch. Davon demnächst mehr!